Gibt es im Kapitalismus für uns Arbeiter/innen Existenz Gerechtigkeit?

Ich möchte mich kurz vorstellen.

Mein Name ist Manni Guerth ich bin gelernter Maurer und arbeite z.Zt. für eine große Baufirma in Hamburg , als Maurer.

Warum diese Webseite?

Viele meiner Arbeitskollegen und ich leiden schon  lange daran, immer zu wenig Geld zu haben. Die Ursache ist die ungerechten Verteilung des Reichtums, den wir erarbeitet haben.

Während wir jeden Cent umdrehen müssen schwelgen Unternehmer (Ausbeuter), Finanzjongleure und Millionäre im Reichtum und verprassen unsere erarbeiteten Werte.

Meine Webseite  soll dich begleiten. Sie soll Fragen stellen.

Fast alle Antworten findest du in deiner Arbeitswelt.

Es gibt einige Sachen, die uns  garnicht bewußt sind, weil niemand  darüber spricht.

Zum Beispiel, die Tatsache, dass wir Arbeiter/innen das Wertvollste in der Gesellschaft sind.

Warum?

Weil nur wir in der Lage sind, mit unserer Arbeitskraft die die Gesellschaft am leben zu erhalten. Ohne unsere Arbeitsleistung würde der Staat und die Gesellschaft sofort sterben.

Aber warum ist das so?

Nur wir können mit unserer Arbeitskraft aus Rohstoffen Holz, Metall, Stein usw., die uns die Natur zur Verfügung stellt, Existenznotwendige Dinge herzustellen.

Dinge wie Häuser, Autos, Flugzeuge, Schiffe, Eisenbahnen, Kleidung, Lebensmittel, Möbel, Haushaltsmaschinen, Straßen, Fabriken usw.

Nur wir Arbeiter/innen beherrschen die Kunst der Produkt-Herstellung. Darum sind wir das wertvollste und wichtigste in der Gesellschaft.

Beabsichtigt und herabwürdigend wird behauptet, dass unsere Arbeit schmutzig ist. Diese Beschimpfung erzeugt ein Gefühl von Minderwertigkeit. Viele von uns leiden darunter.

Warum?

Weil uns nicht bewußt ist, dass unsere Arbeit tausendmal wertvoller ist, als die eines Bankdirektor, Politiker oder Hausmakler. Denn wir sind das Herz und Gehirn der Gesellschaft und nicht die Direktoren, Beamten, Professoren oder Finanzeliten.

Der Bankdirektor, der Hausmakler, der Börsenagent sind nur notwendiges Zubehör des Kapitalismus – von unserem Standpunkt aus völlig überflüssig.

Ich denke, es gibt zwei wichtige Grundfragen, die wir beantworten sollten.

  1. Wenn ich das Herz und Gehirn der Gesellschaft sind, warum habe ich dann keine politische Macht?
  2. Was können ich tun, um mich aus der „Umklammerung“ der „Minderwertigkeit“ zu befreien?

Autor: Manni Guerth

Als Arbeiter bin ich aktiv an der Lebenserhaltung der Gesellschaft beteiligt. Ich bin, wie alle Arbeiter/innen, das Herz und Gehirn der Gesellschaft. Obwohl das so ist, haben wir keine politische Macht um für uns Existenzgerechtigkeit herzustellen. Das möchte ich ändern. Ich möchte aktiver Teil sein, an einer positiven Veränderung der Geschichte und der Gesellschaft.

4 Gedanken zu „Gibt es im Kapitalismus für uns Arbeiter/innen Existenz Gerechtigkeit?“

  1. Wenn ich Existenz Gerechtigkeit fordere, dann bedeutet das, dass ich die wirtschaftliche Situation der Arbeiter/innen an erster Stelle haben möchte. Ohne den Wert der Arbeit korrekt zu bezahlen (wird Lohn genannt), kann es keine Gerechtigkeit für uns geben. Weder politisch noch sozial.

  2. Lieber Manfred,
    Deine Ausführungen, die ich in der Jungen Welt fand, haben mich in Ihrer Klarheit sehr beeindruckt. Es ist ja gerade das Kreuz, dass z. B. Marxisten oft mit viel Blabla daherkommen, das nicht geeignet ist, die Menschen, die es betrifft zu erreichen oder gar konstruktiv zu informieren. Wenn Du, wenn wir (ich bin dabei) die Menschen, die es betrifft, erreichen und zumindest zum Nachdenken bringen wollen, braucht es klare und wenige Worte.
    Nach meiner täglichen Erfahrung – ich agitiere die Leute, wenn sie persönlich von den Fehlern des Kapitalismus gebeutelt werden – kann man die finden. Ich frage oft einfach.
    Einfache Worte findet im übrigen auch – leider nicht immer – Wladimir Iljitsch Lenin. Er hat auch oft Antworten, wie es denn gehen muss, damit es gelingt, die Menschen zu Verstand zu bringen. Ich kämpfe täglich in meiner Arbeit für Existenzgerechtigkeit und stelle leider auch fest, dass viele Menschen für sich dieses Ziel nicht klar vor Augen haben. Es ist also dem Kapitalismus gelungen, die Menschen von ihren ureigenen Interessen abzulenken. Der Kapitalimus hat so seine Mittel gefunden. In D’land stelle ich fest, dass der Staat hier sehr erfolgreich wirkt, weil die Menschen in D’land dem kapitalistischen Staat trotz schlechtester Erfahrungen sehr vertrauen. Wenn der ihnen Geld wegnimmt, geben sie ohne nachzudenken.
    Beste Grüße
    von Johannes

    1. Hallo, Johannes,
      Entschuldigung, dass ich erst jetzt auf deinen Kommentar antworte.
      Du hast recht, wenn du sagst, das viele Menschen sich ihrer ökonomischen und politischen Situation gar nicht bewußt sind. Um dies zu verändern benötigt es keine ellenlange Vorträge oder theoretische Abhandlungen. Ich hatte monatelang öffentliche Straßendisskussion gemacht und dabei festgestellt, dass Kontakt und Verbindung nicht über linke Theorien oder rechte Krawall Argumente zustande kommen, sondern über die gemeinsame soziale und ökonomische Situation in der wir und befinden. Ein LKW Fahrer z.B. der sagte, dass er AfD gewählt habe, hatte keine Probleme damit zu unterschreiben, dass Existenzgerechtigkeit an erster Stelle stehen muß – seine Lohn war gering und seine Arbeitszeit exorbitant.
      Ich habe vor, diese Internetseite mit neuem Leben zu füllen. Mittlerweile habe ich viel konkretes Material gesammelt um damit an die Öffentlichkeit zu gehen, um an der veränderung der geschichte teilzuhaben.
      Grüße von Manni

  3. NACHTRAG:

    Genug Geld, wie kann es gehen?

    1. Mehr fordern, alleine; besser: gemeinsam u n d – penetrant!

    2. Größte Sorgfalt beim Geben („Wer g i b t, b e s t i m m t : Wem? Wann? Wieviel!“)!

    a. Sorgfältig Ausgaben prüfen, Konsum dringend kontrollieren (Kaufen oder besser nicht? Neukauf? Oder alt – und bewährt? Konsum schafft kein Glück per se)!
    b. Wenn Geld gefordert wird von mir: Wer will es haben? Warum denn?
    c. Wenn Geld gefordert wird: Kann ich mich – wenn ja wie? – weigern?
    d. Notfalls erst einmal nur teilweise geben – gleichzeitig: zumindest verhandeln!

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